Netzwerk Gesundheitswirtschaft
| Das Netzwerk Gesundheitswirtschaft im BVMW –RV Brandenburg-West ist ein loser Zusammenschluss von Unternehmern, Beratern und Dienstleistern, die in der Gesundheitswirtschaft tätig sind und die Gesundheits- und Sozialpolitik im Land Brandenburg aktiv mitgestalten wollen. Das NGW leistet Lobbyarbeit auf Landesebene zur Realisierung gesundheitspolitischer Ziele und unterstützt die Entwicklung privatwirtschaftlicher Aktivitäten im Gesundheits- und Sozialbereich. Durch eigene Projekte des NGW können die Mitglieder Kontakte unter sich pflegen und selbst bestimmten Zielgruppen Einblicke in Ihre Branchenkenntnisse gewähren. Kooperationen sollen geknüpft und der eigene Bekanntheitsgrad erhöht werden. Mitglieder des BVMW, die Inhaber / Gesellschafter / Vorstände / Geschäftsführer von Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sind, können in Form einer Mitwirkungserklärung und dem überwiegenden Einverständnis der aktiven Mitglieder dem Netzwerk beitreten. Das NGW trifft sich vierteljährlich bei einem Experten des NGW. Die Organisation obliegt den BVMW-Regionalgeschäftsführer für Brandenburg-West Rainer Raddatz. |
Verständnis und ein Hauch von Vertrauen
„In schwieriger Situation miteinander sprechen“, sei ein Anfang, um Blockaden abzubauen, meint der BVMW-Regionalgeschäftsführer für Brandenburg West, Rainer Raddatz und organisierte ein Treffen interessierter Mitglieder des BVMW-Netzwerkes Gesundheitswirtschaft mit Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (Die Linke). Elf Unternehmer nutzten diese Gelegenheit, um der Ministerin an einem Nachmittag ihre Sichten zur Gesundheitspolitik darzustellen. Rasch stellte sich heraus, dass die Position „nichts geht mehr“ auch der Ministerin nicht fremd ist. „Den Satz mit der Aussage, „das haben wir schon immer so gemacht“ habe ich meinen Mitarbeitern verboten“, erklärte Anita Tack, verwies aber auch darauf, dass viele Gründe für eine mangelnde Entscheidungsfreude der Mitarbeiter ihres Ministeriums in einer unzureichenden Basis für eine realistische Gesundheitspolitik im Land Brandenburg liegen. So sei es letztlich doch nachteilig, dass das Land keine eigene medizinische Fakultät habe und der in Berlin ausgebildete medizinische Nachwuchs seine Karriere nicht unbedingt im flachen Land beginnen möchte. Auch in ihrem Hause gebe es Bestrebungen, die Grenzen zwischen stationärer und ambulanter Behandlung besonders im Bereich der fachärztlichen Behandlung abzubauen. Doch dazu seien für das Handeln der Administration Planungszahlen nach aktueller Kreisstruktur erforderlich, die es derzeit nicht gäbe. Bis in den Bundesrat sei um die Finanzierung der Landkrankenschwestern gestritten worden. „Wir haben aus eigenen Mitteln ein Landesprogramm „Agnes II“ aufgelegt, um in einigen Landkreisen die Sinnhaftigkeit dieser Idee arztentlastender Leistungen in der Praxis nachzuweisen“, so die Ministerin. Viele wichtige Themen wurden von den BVMW-Mitgliedern angesprochen. Angela Basekow, Vorstand des AWO Bezirksverbandes Potsdam e.V. forderte, endlich an den Schulen Schulkrankenschwestern einzusetzen, Verana Lautsch, Mitgesellschafterin der Schulte-Derne Technik GmbH forderte, das Fach Gesundheit an allen Schulen einzuführen. Dr. Siegfried Schmitt, Gesellschafter der Akademie für internationale Fortbildung, verwies darauf, dass es in vielen Ländern Portentiale ausgebildeter Fachkräfte im Pflege- und Arztbereich gibt, deren Nutzung und weitere Qualifizierung in der BRD durch Mißtrauen, Ängste und Unentschlossenheit im Handeln von zustimmungspflichtigen Verwaltungen verhindert wird. Volker Thesing, Geschäftsführer der Asklepios Fachklinikum Brandenburg GmbH, machte darauf aufmerksam, dass eine breite und unkomplizierte Versorgung der Bürger, die zunehmend an psychischen Erkrankungen leiden, durch unzureichende Unterstützung und mangelnde Entscheidungsfreudigkeit der Verwaltungen ausgebremst werde. So möchte sein Unternehmen künftig einen größeren Anteil zur medizinischen Fachausbildung leisten und nach Beseitigung bürokratischer Hemmnisse dazu beitragen, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den medizinischen Versorgungszentren und den Krankenhäusern verbessern kann. Dr. Andreas Baltrusch, Vorstand der co.don AG, stellte dar, welches Sparpotenzial im Einsatz körpereigener Stoffe statt fremder Gelenkimplantate besteht. Viel Lob erntete die Ministerin dafür, dass im Land Brandenburg die Telemedizin als eine wichtige Form der Versorgung von Patienten ernst genommen und unterstützt werde. „Haben Sie den Mut, mit den handelnden Personen zu sprechen“, munterte Ministerin Tack die anwesenden Vertreter der Gesundheitswirtschaft auf und verabschiedete sich mit der Erkenntnis, dass ein engeres Miteinander zwischen der privaten Gesundheitswirtschaft und den Fachbereichen der Ministerien wirkungsvoll zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im Land beitragen wird. Ra.
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| Unternehmen |
Teilnehmer |
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AIFG - Akademie f. internationale Fortbildung |
Geschäftsführer Dr. Siegfried Schmitt |
| Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Potsdam e. V. |
Geschäftsführerin Frau Angela Basekow |
| Asklepios Fachkliniken Brandenburg GmbH |
Geschäftsführer Herr Volker Thesing |
| BARMER GEK Potsdam |
Regionalgeschäftsführer Herr Klaus-Peter Strunk |
| focusconcept GmbH |
Geschäftsführer Herr Wilhelm Schilling |
| Potsdamer Augenklinik |
Geschäftsführer Herr Dr. med. Volker Rasch |
| PTM Network Services GmbH |
Geschäftsführerin Frau R. Ledesma |
| Schulte-Derne Rehatechnik GmbH |
Geschäftsführer Herr Norbert Lautsch |
Geschäftsführer Herr Manfred Hentzsch | |